• Homeschooling - Rückblick

            Es gibt gute Gründe, ungenaues Wissen durch gründliche und breit angelegte Nachfragen zu überprüfen. Das Homeschooling zur Zeit des Lockdown erregt nach wie vor zu Recht nicht wenige Gemüter. Das zeigen die Reaktionen auf unsere Nachfragen. Der Lockdown zum einen und das Homeschooling zum anderen haben nicht nur Befürchtungen hervorgerufen, irreversible Bildungsdefizite erzeugt bzw. nicht verhindert zu haben. Sie sollen als Ausgleich dieser Defizite und als Folgewirkungen in den Bildungsprozessen der bisher eher zögerlich eingeführten Digitalisierung zu einem Umschwung verhelfen. Es ist, nicht nur in diesem Zusammenhang, leider schon unüblich, nach Sinn und Begründung zu fragen. Tatsächlich aber liefert die empirische Bildungsforschung, die im Augenblick, auch beim Thema Sommerschule, offenbar unbeachtet bleibt, deutliche und wissenschaftlich belegte Aussagen. 

            Wir haben, ausgehend von Items der Bildungsforschung, einen Fragebogen in 8 Klassen ausgegeben und ca. 110 Antworten bekommen, teilweise sogar ausführliche Zuschriften (vielen Dank!). Zwei Fragen bezogen sich auf den Bereich der Digitalisierung. Die Meinung zur Anton-App war nahezu einhellig positiv. Ob man hingegen mehr digitale Medien einsetzen sollte, spaltet offenbar die Gemüter. Eine Mehrheit von fast 60% befürwortet das. Hier war die Fragestellung aber auch sperrig und nicht spezifiziert. Eine große Minderheit lehnt das z. T. strikt ab. Diese Minderheit scheint - zusammen mit den Lehrern - zumindest zu ahnen, was die Bildungsforschung in zahlreichen Studien festgestellt hat: die geringe Bildungswirksamkeit von digital vermittelten Lerninhalten. 

            Während in John Hattis Standardwerk zum Thema, Visible Learning – Lernen sichtbar machen, bei einer durchschnittlichen Effektstärke ab 0,4 Bildungseffekte als positiv anzusehen sind, rangieren die fraglichen Versuche, Bildung digital zu gestalten, weit darunter. Der Ansatz des Blended Learning, also von Konzepten der systematischen Verknüpfung von Präsenz- und Online-Unterricht ist interessant, aber gleichwohl weniger für Grundschüler geeignet. Hier eine Zusammenfassung von Klaus Zierer: Herausforderung Homeschooling.2020.

             


            Worüber Prof. Zierer aber auch schreibt und in unserer Umfrage überdeutlich wird, sind die Bedeutung und die Mängel im Kontakt Lehrer - Schüler. Wenn Kritik geäußert wurde, dann hieran: Der Lehrer war gar nicht, schlecht oder zu selten erreichbar. Zuweilen waren seine Signale auch widersprüchlich. Er schien keine Initiative zu zeigen, sich um die Schüler kümmern zu wollen. Auch sein Feedback war schlecht. Diese Klage wurde in zwei von acht befragten Klassen mehrmals erhoben. Das ist eine Kritik, der sich die Schule bzw. die betroffenen Lehrer annehmen muss. Bei einem nächsten Mal, von dem wir alle hoffen, es möge nicht eintreten, muss das besser werden, auch wenn wir dabei von nur ca. 8 %, d.h. von ca. 10 von den beantworteten 110 Fragebögen sprechen, in denen das zum Ausdruck kommt. Genau hier sind digitale Medien zwar nicht unabdingbar, aber hilfreich, den Kontakt aufzubauen und fortzuführen. Das sind dann freilich keine im engeren Sinne didaktischen Lernmittel, sondern soziale Kommunikationsmittel. Daran gilt es für die Schule zu arbeiten. Insoweit möchten wir uns für die Kritik und auch für die ganz überwiegend positive Resonanz bedanken, die hier in der Gesamtauswertung aller befragten Klassen zum Vorschein kommt und die somit unsere erste Umfrage aus dem Mai vollumfänglich bestätigt, eher noch übertrifft. Eine ausführliche Auswertung sowie die zugrundeliegenden Bögen wurden der Schulkonferenz am 21.9.20 vorgestellt. 



            Th. Emrich

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          • Flashmob Trainerhelden

            Für den 1.9.20 hatten die Trainerhelden den Flashmob initiiert, Radio Teddy hatte darüber berichtet. 200 Schulen bundesweit beteiligten sich an dieser Aktion, durch die die Bedeutung von Bewegung und dem Spaß hieran ins Bewusstsein gerückt werden sollte. Die Jeanne-Barez-Schule beteilligte sich hieran mit beiden Schulteilen. Aus der Hauptsr. verllinken wir hier ein Video. 

            Die Datei umfasst fast 50 MB, benötigt also etwas Zeit zum Laden. Wer hinsichtlich des Datenschutzes Einwände haben sollte: Wir haben darauf geachtet, Kinder ohne Genehmigung nicht teilnehmen zu lassen. Auch ist niemand in einer Nahaufnahme zu sehen.