• Endlich! Der Fußgängerüberweg ist da!

            Das Jahr 2013 ist vielen Eltern, deren Kinder den roten und gelben Schulteil der Jeanne-Barez-Schule besuchten, noch in guter Erinnerung. Denn in jenem Jahr entschieden sie sich zusammen mit engagierten Buchholzern, noch entschiedener als zuvor auf Probleme aufgrund der Ortsentwicklung aufmerksam zu machen. So wies zwar am 20. März 2013 die seinerzeitige Bezirksschulstadträtin die Mitglieder der Schulkonferenz auf den wachsenden Zuzugsdruck hin, „weshalb das Schulamt personell kaum in der Lage sei, selbst dringendsten Handlungsbedarf in allen Schulen und Kitas zu administrieren“.

            Demgegenüber stand die Einschätzung des Senats, dass „in Bezug auf Buchholz perspektivisch von einer stagnierenden, wenn nicht gar rückläufigen Entwicklung auszugehen sei“. Vor diesem Hintergrund ist zu verstehen, warum in der 2013 begonnenen Beratung des Bauplans für die in Sichtweite der roten Schule gelegenen ehemaligen „GPG Kleeblatt“ Bedenken des Schulamtes wegen der Kapazitätsüberschreitung der Jeanne-Barez-Schule ignoriert wurden und Abhilfe lediglich vage mit Verweis auf zukünftige Investitionsplanungen skizziert wurde.

            Noch aufgebrachter waren die Eltern, dass die Schulwegsicherheit in den amtlichen Planungen gar keine Rolle spielte. Die zukünftigen Kinder des Neubaugebietes würden insbesondere die rote Schule in der Berliner Straße besuchen müssen, aber eben diese Straße war wegen der zunehmenden überörtlichen Durchgangs- und Umfahrungsverkehre gefährlich geworden. Darauf wies in der Gesamtelternversammlung (GEV) Herr Bauer hin. Seine und andere Kinder hatten dabei nicht nur auf den Straßen-, sondern auch auf den Tramverkehr zu achten.

            Immerhin war die Verkehrslenkung Berlin, veranlasst durch einen Antrag in der BVV Pankow (Drucksache - VII-0434: „Schulwegsicherung im Ortsteil Französisch Buchholz“), im Januar 2014 bereit, vor der roten Schule die Haltverbotsstrecke zu verlängern, um dort die Sicherung der Querungsstelle zu verbessern. Doch trotz der dortigen Ampelkreuzung kam es immer wieder zu Unfällen und gefährlichen Situationen mit Kindern. Deshalb beschlossen die Elternvertreter, für die Querung der Berliner Straße auf der Höhe der Dr.-Markus-Straße einen Fußgängerüberweg zu beantragen.

            Nach einem am 9. September 2014 mit der Verkehrslenkung Berlin begonnenen E-Mail-Verkehr bestätigte diese am 6. November 2014 den Eingang des entsprechenden Antrags, den Herr Jansen als damaliger GEV-Vorsitzender stellte. Sodann mussten erst einmal Fragenkataloge abgearbeitet werden, mit der sich eine amtliche Arbeitsgruppe „Fußgängerüberwege“ befasste. Anfang Juni 2015 wurde dann eine „Technische Aufsichtsbehörde“ wegen der Gleisanlagen hinzugezogen. Zwischenzeitlich, nämlich in 2016, fanden Wahlen statt, mit der neue Akteure in umfangreiche E-Mail-Verkehre und Telefonate einzubeziehen waren. Kurzum: Es zog sich...

            Mitte 2017 war endlich Licht am Ende des Tunnels zu sehen, denn Herr Kirchner, Verkehrsstaatssekretär und in Pankow zuvor im Bezirksamt Pankow gut bekannt, nahm sich der Sache an. Und Anfang 2018 konnte er mitteilen, dass der Fußgängerüberweg beschlossen sei. Leider erkrankte er dann aber schwer und so stockte das Verfahren erneut, so schien es. Um dem Ganzen Nachdruck zu verleihen, wandten sich die Eltern deshalb an Herrn Kraft, Faktionsvorsitzender der CDU in der BVV Pankow. Er hatte der Jeanne-Barez-Schule wiederholt helfen können und nach einigem Hin und Her - durch parlamentarische Anfragen wie vor allem im Hintergrund, so wie es seine Art ist - erschien im Frühjahr 2020 tatsächlich ein Bautrupp.

            Heute also, am 20. Juli 2020, wird der Fußgängerüberweg dem Verkehr offiziell übergeben. Leider findet dazu keine öffentliche Übergabe statt. Am Sonntag davor trafen sich dazu Herr Emrich (Leiter der Jeanne-Barez-Schule), Frau Krull (Stellvertretende Leiterin und Leiterin der roten Schule), Herr Bocian (ehemaliger GEV-Vorsitzender), Herr Jansen (ehemaliger GEV-Vorsitzender und ehemaliger Vorsitzender des Schulfördervereins), Herr Bauer (Ur-Initiator und Ideengeber des Fußgängerüberwegs), Herr Kraft (CDU) sowie Helene und Merrit (ehemalige Schülerinnen). Urlaubsbedingt nicht auf dem Bild: Herr Gratzke, aktueller Vorsitzender der GEV und des Schulfördervereins).

            Die Schulwegsicherheit ist den Buchholzer Eltern sehr wichtig. Deshalb dankt die Jeanne-Barez-Schule allen, die sich hierfür engagieren!

            Ergänzende Infos:

            Jeaba_Schreiben_Kirchner_19062017.pdf

            Jeaba_Schreiben_Kirchner_28022018.pdf